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GESCHICHTE

1877 kauft Leopold Ullstein in Berlin das Druckhaus Stahl und Assmann in der Zimmerstraße sowie die Berliner Zeitung und gründet damit einen florierenden Zeitungsverlag. Seine erfolgreichsten Titel sind die Berliner Illustrirte Zeitung und die Berliner Morgenpost. Seine fünf Söhne erweitern die Angebotspalette des Verlags um die Publikationen B.Z. am Mittag, Die grüne Post, Tempo, Die Dame, Uhu und weitere Titel. Gesammelt werden von Anfang an: Zeitungen, Zeitschriften, Artikel und Bilder.

1900 erfolgt die Gründung des Ullstein-Archivs. Texte und Bilder werden im Ullstein-Haus in der Kochstraße 23 archiviert. 1903 werden in einem Handarchiv alle Bilder aus dem Ullstein Verlag gesammelt und in einer Kartei erfasst. Die Sammelstelle für Bilder erhält 1918 den Namen "Photo-Archiv" und wird zu einer eigenen Abteilung umfunktioniert. 1929 folgt auf die organisatorische Trennung nun auch die inhaltliche: Das Bildarchiv arbeitet ab jetzt eigenständig.

1921 wird aus dem Verlag Ullstein & Co. die Ullstein AG. Sie erlebt in den folgenden Jahren eine Blütezeit: 1930 werden mehr als 10.000 fest angestellte Mitarbeiter gezählt. Bedeutende Fotografen der Weimarer Republik arbeiten für die Ullstein Titel. Sie tragen zur Entwicklung des Genres "Bildreportage" bei. Ihre berühmten Fotografien gelangen in das Bildarchiv und stehen bis heute zur Verfügung.

Ab dem 30.01.1933, der Machtübernahme der Nationalsozialisten, erfolgt die Gleichschaltung der deutschen Presse. Auch die jüdische Verlegerfamilie Ullstein verkauft Mitte 1934 auf Druck des nationalsozialistischen Regimes den Verlag weit unter Wert. 1937 wird die Ullstein AG in "Deutscher Verlag" umbenannt. Diesen Namen behält sie bis 1950.Der gegen Kriegsende auf mehrere Millionen Fotos angewachsene Bestand übersteht die Luftangriffe auf Berlin durch Auslagerung fast unbeschadet.

Nach dem Krieg wird das Archiv im nur leicht zerstörten Ullsteinhaus im Bezirk Tempelhof wieder aufgebaut. Da viele andere Fotosammlungen zerstört oder verstreut worden sind, nehmen die externen Anfragen an das Ullstein-Bildarchiv zu.

1950 wird das Bildarchiv in "Ullstein Bilderdienst" umbenannt. Unter diesem Namen avanciert zu einer der führenden Bildagenturen mit zeithistorischem Fotomaterial.

1959 erwirbt der Verleger Axel Springer die Aktienmehrheit an der 1950 wieder gegründeten Ullstein AG, deren Reste am 23. Januar 1952 offiziell an die Familie Ullstein zurückerstattet werden.

1985 werden die Ullstein-Verlagsobjekte vom Axel Springer Verlag ganz übernommen.Von 1986 bis 2001 entwickelt sich der Ullstein Bilderdienst weiter zum Dienstleister für Medien und Fotografen: Aktive Fotobeschaffung, nutzerorientierte Auswahl und Archivierung sowie kundenorientierte Beratung und Geschäftsabwicklung sind selbstverständlich. Dabei setzt der Ullstein Bilderdienst technologische Neuentwicklungen professionell ein: 1986 die Einführung elektronischer Datenverarbeitung, 1995 die Bereitstellung einer Online-Bilddatenbank und Anfang 2001 den Internet-Auftritt www.ullsteinbild.de.

2001 wird aus dem Ullstein Bilderdienst ullstein bild.

2002 wird ullstein bild zusammen mit dem Fotoarchiv des Axel Springer Verlages in Hamburg sowie den Textdokumentationen in Hamburg und Berlin unter dem Dach des "Axel Springer Infopool" gebündelt. Im Zuge dieser Umstrukturierung wird das ehemalige Hamburger Fotoarchiv zur Hamburger Filiale von ullstein bild.

2008 ziehen die Hamburger Mitarbeiter nach Berlin und verstärken die Zentrale.

2011 geht ullstein bild mit neuem Agentursystem und neuer Website auf den Markt.

2013 fusioniert ullstein bild mit Axel Springer Infopool Text zur Axel Springer Syndication.